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Bundesinnenministerium freut sich über erfolgreiche Pilotierung und übergibt „Staffelstab“ an Umweltbundesamt

Um den Austausch von Informations- und Meldepflichten zwischen Wirtschaft und Verwaltung zu vereinfachen, wurde mit dem Prozess-Daten-Beschleuniger (kurz: P23R) im Auftrag des Bundesministeriums des Innern ein übergreifender Ansatz zur Vereinheitlichung und Verbesserung der bestehenden Meldeprozesse entwickelt. Mit einer konfigurierbaren Berichtsinfrastruktur auf Basis des P23R-Prinzips können Berichte zwischen Wirtschaft und Verwaltung oder zwischen verschiedenen Verwaltungsebenen so regelgesteuert ausgeführt werden. Über Regelupdates, z. B. nach Änderungen der Gesetzeslage, ist der P23R im Unternehmen immer auf dem neusten Stand.

Die erfolgreiche Pilotierung von P23R bei der BASF SE in der Metropolregion Rhein-Neckar für vier Informations- und Meldepflichten im Umweltbereich hat den Nachweis der Praxistauglichkeit des Prinzips erbracht. Damit ist der letzte Meilenstein „Abschluss der Innovationsphase“ für das BMI erfolgreich erreicht. Zeitgleich wurde die entwickelte Software unter eine Open Source-Lizenz gestellt und ist nunmehr frei verfügbar.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Pilotierung ist zugleich der Startschuss für eine Breiteneinführung des P23R-Prinzips im Umweltbereich gegeben worden. Das Umweltbundesamt (UBA) will weitere Berichtspflichten durch Nutzung des Prozess-Daten-Beschleunigers verbessern. Aus diesem Grund hat das BMI, vertreten durch die IT-Beauftragte der Bundesregierung Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, heute den „Staffelstab“ an Dr. Thomas Holzmann, den Vize-Präsidenten des UBA übergeben. Staatssekretärin Rogall-Grothe würdigte dabei vor allem die gute und engagierte Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt, durch die eine erfolgreiche Pilotierung bei der BASF SE erst ermöglicht wurde.

Dr. Thomas Holzmann erklärte, dass das UBA schon sehr früh begonnen habe, elektronische Berichtsprozesse effizienter zu gestalten. Diese könnten im Sinne einer intelligenten Vernetzung erheblich dazu beitragen, Bürokratiekosten einzusparen.

Die Prozesse zeichnen sich dadurch aus, dass die Datenhoheit bei den Urhebern der Daten (vor allem den Betrieben) verbleibt und keine systemkritischen externen Datenbestände aufgebaut werden. Nur so können Aktualität und Richtigkeit der Daten auf Dauer gewährleistet werden. Ein wichtiger Baustein dabei ist die Standardisierung von Berichtsinhalten, hierzu hat das UBA den XöV-Standard XUBetrieb entwickelt. Zusammen mit dem P23R-Prinzip als flexible Berichtsinfrastruktur kann hierdurch eine höhere Datenqualität bei zugleich niedrigerem Erfüllungsaufwand realisiert werden. So können viele Berichtswege zwischen Unternehmen und Behörden noch effizienter und damit auch wirtschaftlicher gestaltet werden.

Nach Auffassung Holzmanns ist der Umweltbereich geradezu ideal für die weitere Breiteneinführung des Prozess-Daten-Beschleunigers. Künftig wäre idealerweise die Entwicklung einer P23R-Regel der erste Schritt zur Implementierung einer Berichtspflicht. Das UBA werde dazu vor allem das etablierte Netzwerk in der Metropolregion Rhein-Neckar nutzen, so der Vizepräsident.

Staatssekretärin Rogall-Grothe wies abschließend auf das weiterhin notwendige Engagement der Wirtschaft hin. Die Verwaltung sei bereit, den Abbau von Erfüllungsaufwänden weiterhin wirkungsvoll voranzutreiben; echte Fortschritte im Bereich E-Government könnten allerdings nur erzielt werden, wenn Wirtschaft und Verwaltung die Potenziale intelligent vernetzter Systeme gemeinsam konsequent nutzen und ausbauen.

Quelle: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2015/07/breiteneinfue…